Vom Kaff in die City

Zuerst mal ein großes “Sorry” an alle Floridsdorfer die das hier möglicherweise lesen (sofern das überhaupt jemand lesen sollte…). Aber ich wollte damals nach Wien ziehen und nicht in irgend ein Ghetto am Stadtrand, jenseits der Donau. Nicht, dass die Entscheidung nicht gut gewesen wäre, die Möglichkeit, überhaupt mal zumindest in die Nähe von Wien zu kommen, zu ergreifen. Hat mir ja doch einiges gebracht. Aber auf Dauer in Florido? Kann ich mir schon jetzt, ein paar Tage nach meinem Umzug, nicht mehr vorstellen.
Einmal abgsehen davon, dass das Erscheinungsbild des Bezirks doch ziemlich trostlos und deprimierend auf mich gewirkt hat, ist die Entfernung zum Rest Wiens ein gravierendes Manko. Egal wo ich hin wollte, ob zur Arbeit oder zu einem Treffen mit Freunden, mit unter 45 Minuten Fahrt mit U-Bahn oder S-Bahn brauchte ich nicht rechnen.

Als sich dann meine Mitbewohnerin entschied auszuziehen, dachte ich mir, ich ergreife lieber die Chance diese (für Floridsdorf doch recht teure) Wohnung loszuwerden und mir etwas Besseres in Innenstadtnähe zu suchen.
Nachdem ich meine Jobsuche erfolgreich abgeschlossen hatte, machte ich mich an die Wohnungssuche und auch hier hatte ich wieder unglaubliches Glück: Gleich das erste Inserat das ich im Internet ausgrub, sollte mein zukünftiges Domizil sein. Ein Besichtigungstermin war sofort vereinbart und als ich die Wohnung sah, wusste ich “Die muss ich haben!”.

Zwar ein typischer 50er/60er-Jahre Neubau und mit knapp 42m² auch nicht gerade der Inbegriff von unbegrenzten Platzverhältnissen, aber für den Anfang will ich nicht so übermäßig anspruchsvoll sein und für mich alleine ist die Größe mehr als ausreichend. Was mich an der Wohnung vor allem so gereizt hat, war die Top-Lage: Mitten in der Mariahilfer Straße, zwischen Neubau- und Kirchengasse, im 4. von sieben Stockwerken und dank Hofseite absolut ruhig - in der Nacht bei offenem Fenster zu schlafen und das mitten in der Stadt, das war in Floridsdorf nicht möglich. Die U-Bahn Station Neubaugasse ist ca. eine Gehminute entfernt, von ihr aus komme ich mit der U3 innerhalb von 11 Minuten in den 3. Bezirk, in welchem ich arbeite. Und von “Nahversorgung” will ich in der MaHü, wie sie von den Wienern genannt wird, erst gar nicht anfangen zu schreiben, immerhin ist sie die Einkaufsstraße Wiens schlechthin.

Auch den Rest des 7. Bezirks - Neubau - finde ich äusserst reizvoll, ein relativ gepflegter Stadtteil, der die größte Dichte an Restaurants und Lokalen in ganz Wien besitzt. Das Museumsquartier, in welchem es sich gut chillen und feiern lässt, befindet sich ebenfalls im Siebenten und ist nur wenige Minuten von mir entfernt. Und dank seiner geringen Größe von nur 1,61km² (nach der Josefstadt und Mariahilf der drittkleinste Bezirk Wiens) ist er auch angenehm überschaubar.

Mit 1. August bin ich in meine neue Wohnung ein- und aus der Alten ausgezogen. Der Umzug ging dank der Hilfe meines Bruders reibungslos und innerhalb weniger Stunden über die Bühne, aber soviel besitze ich ja derzeit auch (zum Glück) noch nicht. Ein paar Möbel (z.B. Esstisch…) und diverse Haushalts-Utensilien werde ich mir dann in der nächsten Zeit nach und nach anschaffen.

Aber vorerst genieße ich erstmal die wunderbare Freiheit einer komplett eigenen Wohnung :)

Achja und bevor ich es vergesse: Eine kleine Einweihungsparty darf natürlich auch nicht fehlen. Allerdings werde ich damit noch auf den Herbst warten, wenn endlich alle Studenten wieder in der Stadt sind…

Trackbacks & Pings

  1. Mietwohnung Wien und Wohnungssuche in Wien am 23 Aug 2008 um 12:10 pm

    [...] Übersicht von Mietwohnungen in Wien: Wohnnet Wien Immobilien Wien Studenten Wohnbörse Wien Umzugsbeschreibung bei Endlichfeierabend [...]

Kommentare

  1. Yea till gratuliere dir zu der neuen wohnung…

    lg s.

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