Von der armen Musikindustrie

Der Musikindustrie geht es schlecht. Wahnsinnig schlecht. Das wurde wieder einmal auf der diesjährigen Popkomm in Berlin verkündet. Und Schuld sind natürlich die Kunden bzw. die sogenannten “Raubkopierer”.

Starten wir doch eine Spendenaktion, im großen Stil. Schicken wir den armen Vertretern der Musikindustrie jeder ein Päckchen Taschentücher, damit sie sich einmal so richtig ausheulen können.
Mahl ganz ehrlich: Da jammern ein paar selbstverliebte Typen in Anzug und Krawatte wie frisch kastrierte Schlosshunde herum, weil sie ein paar Milliönchen weniger pro Jahr in die eigenen Taschen stecken können. Und fordern gleichzeitig, man solle selbst kleine Vergehen mit drastischen Strafen ahnden.
Die einzigen die wirklich hinter schwedische Gardinen gehören, dass sind diese stinkreichen Bonzen selbst. Denn die, die wirklich leiden, dass sind einerseits die Künstler, die am CD-Verkauf praktisch überhaupt nichts verdienen, sowie auf der anderen Seite die Kunden, die sich beim Kauf von gepresster Musik mit Kopierschutz, DRM und miserablem Preis/Leistungs-Verhältnis herumschlagen dürfen.

Musik kaufen ist aber sowas von gestern. Will man Bands oder Künstler, die einem gefallen, unterstützen, dann geht man auf deren Konzerte oder kauft Merchandise.
Die großen Plattenfirmen können von mir aus gerne brankrott gehen, je eher desto besser. Dann hat diese heuchlerische Heulerei endlich ein Ende…

Nova Rock 2009

Für das kommende Nova Rock Festival im Jahr 2009 steht ein neues Datum fest: Das Event wird vom 19. bis 21. Juni in gewohnter Location auf den Pannonia Fields II in Nickelsdorf (Bgld.) stattfinden.
Auch die sogenannten “Early Bird Tickets” für Frühbucher wird es wieder geben, diese sind ab 03. November zum Preis von 95€ exklusive Gebühren erhältlich. Die regulären Tickets werden dann ab 15. November zum Preis von 109€ exklusive Gebühren erhältlich sein - am gleichen Datum sollen auch bereits die ersten Bands bekannt gegeben werden.
Wenn ich mich nicht irre, werden die Karten für das Festival jedes Jahr ein bisschen teurer. Ich hoffe gerechtfertigt. Und ich hoffe auch, dass 2009 für mich persönlich endlich wieder ein Festival-Jahr wird, wo es doch in diesem Jahr leider nie klappen wollte…

Kurz vor dem Finale

Es passieren anscheinend doch noch Zeichen und Wunder. Aber mein inzwischen Ewigkeiten andauernder Internet-Umzug dürfte sich langsam aber doch dem Ende entgegenbewegen.
Heute Früh war endlich ein Techniker der Telekom Austria bei mir und hat meine Leitung überprüft und angeschlossen. Einen Monat nach dem ersten Versuch, den ich aufgrund unserer langsamen österreichischen Post versäumt habe - der Brief mit der Termin-Bekanntgabe kam 3 Tage nach dem Datum bei mir an. Man merkt, dass Post und Telekom früher einmal ein und das selbe Unternehmen waren…
Mal sehen, wie lange jetzt noch die Freischaltung dauert und was mir UPC/Inode am Ende alles verrechnen wird. Für diese über 2 Monate andauernde Farce.

Gigabit-Internet

Der japanische Internetprovider KDDI bietet neuerdings Internetanschlüsse mit bis zu 1 Gbit/sek. Übertragungsgeschwindigkeit an.
Die Frage stellt sich hier natürlich, ob man das als Privatnutzer bereits braucht und überhaupt ausnutzen kann. Allerdings ist es ein schönes Beispiel dafür, in welchem informationstechnologischen Erdzeitalter wir hier in Österreich noch herumdümpeln: Irgendwo zwischen Paläozoikum und Mesozoikum.
Und die bürokratischen Systeme - oder besser ausgedrückt, das “bürokratische Chaos” - unserer Provider sind ja noch nicht einmal dort angekommen.

Ich habe übrigens noch immer keinen Internetanschluss. Danke an UPC und Telekom Austria. Die beiden größten österreichischen Valium-Konsumenten.

Hör auf den Inder!

Seit einigen Tagen gibt es eine neue Werbekampagne des österreichischen Mobilfunk-Providers telering. Neben Werbespots in TV und Radio prangen zahlreiche riesige Plakate in der ganzen Stadt von den Wänden, auf denen ein großer Inder mit entsprechendem Klischee-Outfit zu sehen ist und darüber steht groß “Hör auf den Inder!”.
Neben den Normalsterblichen auf der Straße diskutieren auch hier in meiner Firma zahlreiche meiner Kollegen über Sinn und Unsinn des neuen Marketing-Gags des im Besitz unseres Schwester-Unternehmes befindlichen Providers (so, nebenbei könnt ihr nun auch mit ein bisschen Hirnkribbeln Rückschlüsse darauf ziehen, wo ich arbeite…).
Meine ganz persönliche Meinung, was der Sinn an dieser Werbekampagne ist: Es gibt keinen. Und das ist der Sinn an der ganzen Sache, denn nun ist der Provider wieder in aller Munde… Gut gemacht.

Ich bin EVE

Momentan gerade voll im Trend, anlässlich des kurz bevorstehenden Kino-Starts: Der WALL-E Test. Mein Ergebnis:

Zum Disney Wall-E Test auf moviepilot.deZu moviepilot - Gute Filme für Kino, DVD & TV

Hm, triffts vielleicht gar nicht mal so schlecht… Und, welcher Roboter bist du?

Zivildienst in Serie

Für alle die einen kleinen Einblick in den Zivildienst-Alltag bekommen möchten, empfiehlt sich die vor kurzem auf der FM4-Website gestartete Serie “Zivildienst in Serie“. Zivildiener aus den verschiedensten Landesteilen und Einrichtungen berichten über ihre Tätigkeiten als wesentliche soziale Stütze des Staates.
Ganz interessant sind auch die Diskussionen rund um die Serie. So schreibt etwa ein User:

Ich war beim Heer und hab dort nur eins: Gewicht zugelegt. Und zwar deshalb, weil ich mir zum Frühstück schon ein Hühnerschnitzlsemmerl reinzog. Der Sport war lächerlich, der Alltag öd, der Abend biergetränkt. Ich war auch kein Einzelfall, so ziemlich alle meine Kameraden hab zugelegt. Die wirklich trainierten stellen eher eine Ausnahme als die Regel dar.[...]

Ich war selbst Zivi - und bin stolz drauf ;)

Netbooks

Sogenannte “Netbooks” wie bspw. der bekannte Eee-PC von Asus erobern ja derzeit geradezu den IT-Sektor. Praktisch sollen sie sein, weil sie klein und leicht sind, in jede Tasche passen. Man kann sie überall hin mitnehmen und die Performance reicht für alltägliche Anwendungen wie Webbrowser, Office, Mail, usw. aus.
Klingt ja wunderbar. Ganz anfreunden kann ich mich mit diesen zu heiß gewaschenen Notebooks aber trotzdem noch nicht. Die Hardware-Leistung ist okay für die Dinge, die ich damit anstellen wollte. Für den mobilen Alltag braucht man keine High-End Kisten. Aber das Display würde mir schon mal Kopfzerbrechen bereiten. Mit 10″ oder weniger kann ich mir das Surfen auf Webseiten oder das Ansehen von Filmen einfach nicht genießbar vorstellen. Die magere Auflösung gibt dem ganzen den negativen Feinschliff. Soll ich mir zu einem Eee-PC etwa eine Lupe mitbestellen? Außerdem sehen die Teile derzeit noch ziemlich hässlich und billig aus.
Vorerst gebe ich mich mit meinem Fujitsu Siemens Lifebook noch mehr als zufrieden - 15″ Display mit hoher Auflösung, gute Performance (abgesehen von Windows Vista…) und trotzdem ein relativ angenehmes Gewicht. Damit kann man mobil genug sein und muss trotzdem keine Abstriche hinnehmen.
Etwas kleineres kommt mir erst ins Haus, wenn die Technik weiter ausgereift ist…

110901

Der 11. September 2001. Auf das eigentliche Thema will ich gar nicht eingehen, jeder weiß, was damals passiert ist. Was mich in Wirklichkeit beschäftigt und auch ein wenig schockiert: Sieben (!) Jahre ist das schon her. Und ich habe das Gefühl, als wäre es erst gestern gewesen.
Bis ich meinen siebenten Geburtstag feiern durfte, verging für mich bis dahin eine kleine Ewigkeit. Und natürlich habe ich mich wahnsinnig über jedes zusätzliche Lebensjahr gefreut.
Heute sehe ich das mit anderen, gemischten Gefühlen. Geburtstag an sich ist natürlich immer noch etwas besonderes. Aber ganz so freuen tut man sich über das fortschreitende Alter dann doch nicht mehr. Die Zeit bis zum Nächsten vergeht inzwischen rasend schnell.
Woran liegt das, dass für mich und andere die Zeit so schnell vergeht? Ich habe schon mehrmals meinen Vater gefragt, ob er in meinem Alter das gleiche Gefühl hatte. Er konnte mir dies nicht bestätigen.
365 Tage hört sich erstmal viel an, sind aber, ehe man sich versieht, auch schon wieder vorüber. Liegt es an unserem Informationszeitalter? Wie lange ein Jahr wohl in Zukunft dauern wird?

Donauinselfest 2008

So, nun ein ganz kurzes Statement zum diesjährigen Donauinselfest in Wien, welches vergangenes Wochenende über die Bühne ging.
Habe die Insel Samstag und Sonntag Abend zusammen mit meiner Freundin, Mario und noch ein paar anderen Freunden besucht und mir die Konzerte von Kreisky, Attwenger, Heinz, Kettcar, Shout Out Louds und Deichkind auf der FM4-Insel gegeben. Die Konzerte waren zum Großteil super und auch der Rest des Festivals konnte sich echt sehen lassen - ich war zum ersten mal dort. Ein derart großes Programm und das noch dazu kostenlos, bekommt man sicher sonst nirgendwo geboten.
Kleiner Wehrmutstropfen an der ganzen Veranstaltung: Die Entfernungen zwischen den einzelnen Bühnen sind teilweise sehr weit, man geht also sehr viel. Am letzten Abend hat es geregnet. Die Getränke-Preise sind recht hoch und die U-Bahnen bei der Abreise ziemlich überfüllt.
Aber sonst hat es sich auf jeden Fall gelohnt und ich kann nur jedem empfehlen, das Fest selbst einmal zu besuchen.